Zweiradkultur


Das Fahrrad als eines der bildungs- und kulturunabhängigsten sowie beliebtesten Fahrzeuge ist auf dem Weg die Basis für neuartige - auch elektromobile - Mobilitätskonzepte zu werden.

City Mauts und immer langsamere Autoverkehre in den Herzen vieler Innenstädte lassen das Fahrrad und die neuen Ableger zunehmend als Alternative erscheinen. Nicht zuletzt ein wachsendes Bewegungsbewusstsein als inspirierenden Ausgleich zur täglichen Arbeit, lässt die Popularität des Zweirades zunehmend als chic erscheinen.

Neue Möglichkeiten pedalelektrisch unterstützter Räder (Pedelecs) erweitern den Bewegungsradius und werden zunehmend zur Alternative für andere Verkehrsmittel, ohne den individuellen Wünschen zuwiderzulaufen.

Während die Automobilindustrie sich im Feld der Elektromobilität häufig noch am klassischen Paradigma einer verbrennungsmotorischen Limousine orientiert, kann sich der Markt des pedalelektrischen Antriebes als weniger pfadabhängig und attraktiver und letztlich innovativer präsentieren. Hier müssen nicht zwangsläufig einmal erlangte Standards mitgeschleift werden, welche die Reichweite verringern, Preis und Gewicht jedoch in die Höhe treiben.
Zwar bietet das einzelne Produkt des Rades oder des pedalelektrischen Antriebes durchaus Spielraum zur gestalterischen Auseinandersetzung, neue Formen zu finden noch mehr Menschen von dieser Art der umkomplizierten und unvergleichlich effektiven Fortbewegung zu überzeugen, doch liegt der eigentliche Reiz in einer systemischen Betrachtung dieser Art der Fortbewegung.

Mobilitätsdienstleistungen auf Basis von Pedelecs bieten ein hohes Potential für Anbieter und Kunden in der Zukunft. Decken sie aufgrund der erhöhten Reichweite bereits wesentliche Bedürfnisse ab,  gestatten einfache Infrastrukturmaßnahmen eine zügige Implementierung. Ganz gleich ob es um ein Firmengelände oder um den Einsatz im städtischen Umfeld handelt. Die Platzersparnis und die Ökobilanz sucht dabei, im Verhältnis zur Ermöglichung flexibler Mobilität ihresgleichen.
Das günstige Gewichts/Leistungsverhältnis macht die Installation besonderer Ladeinfrastrukturen überflüssig und setzt auf bewährtes und vom Nutzer akzeptierten Umgang mit der üblichen Steckdose.

Neue oder bislang eher produktionsorientierte Unternehmen werden sich diesen Marktrend nicht entgehen lassen wollen. Das ITD wird den Schwerpunkt der Zweiradmobilität weiter ausbauen und durch eine systemische Betrachtung diese spannende Art der Fortbewegung begleiten.
Dazu zählt nicht nur die Beobachtung der Entwicklung und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern auf diesem Gebiet sondern auch der eigene Gestaltungswillen aus Sicht der langjährigen und erfolgreichen Tradition guter Gestaltung in der Designlehre der HBK Braunschweig. Zur möglichen Kooperation bieten sich studentische Projekte, Drittmittelprojekte mit Partnern aus der Industrie oder Forschungseinrichtungen an. Die Zusammenarbeit erfolgt mit einem interdisziplinären Team aus Ingenieuren, Designern und Soziologen am Institut für Transportation Design.


Ansprechpartner:

Matthias Lossau

+ 49-(0)531-391 9053

Bernhard Fehr

+ 49-(0)531-391 9070

zweiradkultur@transportation-design.org