Auf Probe - Alltagsutopien für das Braunschweiger Land


Ein Kooperationsprojekt zwischen dem LOT-Theater Braunschweig und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Theater setzt sich oft mit den Umständen auseinander, in denen wir als Menschen leben. Aber wie wäre es, wenn sich Theater nicht nur mit der gesellschaftlichen Gegenwart oder Vergangenheit beschäftigte, sondern mit der Zukunft? Wie wollen wir als Menschen leben und das ganz konkret bezogen hier aufs Braunschweiger Land?
Theater kann große Bilder schaffen, kann Impulse geben zur Veränderung im Denken. Warum also nicht diese Kraft nutzen, um unsere Zukunft hier vor Ort in die Hand zu nehmen, Zukunftsbilder zu schaffen für diese Region.

Vor den Sommerferien haben sechs Gruppen der Niedersächsischen Freien Szene in Workshops mit wissenschaftlicher Unterstützung an Zukunftsszenarien gearbeitet. Mit diesen Ergebnissen im Gepäck sind Konzeptionen von Alltagsutopien im Braunschweiger Land entstanden, aus denen eine Jury bestehend aus Anja Dirks (Theaterformen), Kathrin Tiedemann (Forum Freies Theater Düsseldorf), Prof. Stephan Rammler (HBK Braunschweig), Stefani Theis (LOT-Theater) drei ausgewählt hat, die in Produktion gehen:

vierhuff theaterproduktionen überzeugten mit einer sehr facettenreichen szenischen Konzeption, verschiedene Zukunftsbilder hinsichtlich des dazu notwendigen menschlichen Verhaltens und Bewusstseins zu befragen. Die Bühne wird zum Verhandlungsort für Zuschauer und Schauspieler über zukünftige Lebensformen und -möglichkeiten.

Die Fräulein Wunder AG hat ein sehr prozesshaftes und beteiligungsorientiertes Konzept ausgearbeitet, dessen Grundlage das Einsammeln von Beispielen für gelungene Umsetzungen von persönlichen Utopien im gesamten Braunschweiger Land ist. Eine utopische Landkarte entsteht und diese Erkenntnisse werden gebündelt in einer Konferenz der Utopisten, von der Impulse für unser Leben von morgen ausgehen.

Christian Weiß und Stefanie Bischoff gehen nach Salzgitter Lebenstedt und eröffnen ein Ladenlokal für die Zukunft, in dem Geschichten der Bürger von Salzgitter gesammelt werden und sie sich in Bezug setzen können zu möglichen, aber konkreten zukünftigen Geschichten. Dieser Prozess der Positionierung zur eigenen Zukunft soll akustisch in einem Audiowalk und visuell in einer Videoinstallation aufbereitet und verdichtet werden.

Ab Anfang Oktober 2013 werden in einer Art Festival diese drei Produktionen im LOT-Theater und an anderen Orten zu sehen sein.

Projektsteckbrief:

Laufzeit:  
März 2012 bis Dezember 2013
Gefördert durch:
Stiftung NordLB - Öffentliche Stiftung Niedersachsen
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Braunschweigische Landessparkasse
Öffentliche Versicherung Braunschweig
Kooperationspartner: LOT Theater Braunschweig
Schirmherrschaft:

Frau Dr. Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen

Kontakt: itd@hbk-bs.de