EBikePendeln - Fahrspaß mit Rückenwind


(vormals "Pedelec-Korridor Berlin-Brandenburg")

Im Rahmen des von der Bundesregierung initiierten Schaufensters der Elektromobilität hat die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt ein Pedelec-Projekt initiiert, in dem die Pedelecnutzung im städtischen Alltagsverkehr erprobt, erforscht und gefördert wird. Mit Fokus auf den Berufsverkehr sollen Berufspendelnde zum Umstieg vom PKW auf das Pedelec bewegt werden. Im Rahmen des Projektes erhalten Testteilnehmer_innen für einige Monate ein Pedelec zur freien Verfügung, um es in dieser Zeit im Alltag zu benutzen und auszuprobieren. Weil das gesamte Berliner Stadtgebiet mit der für die Pendlerbeziehungen wichtigen Umlandregion für einen Modellversuch zu groß ist, hat man sich für einen beispielhaften Korridor entschieden, der sehr unterschiedliche Stadträume beinhaltet. Er umfasst den Berliner Stadtbezirk Steglitz-Zehlendorf, die Gemeinden Kleinmachnow und Stahnsdorf, sowie die Stadt Teltow (daher auch der ursprüngliche Projektname „Pedelec-Korridor“; neuer Projektname „EBikePendeln“ seit September 2014). Die Rekrutierung der Testfahrer_innen findet über dort ansässige Unternehmen und deren Mitarbeiter_innen statt.

Leiter und Koordinator des Projekts ist das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU). Die sozialwissenschaftliche Begleitforschung wird vom ITD durchgeführt. Sie hat zum Ziel, die entscheidenden Faktoren herauszuarbeiten, welche maßgeblich die Attraktivität und die Akzeptanz der Elektrofahrrad-Nutzung im Alltag beeinflussen. Konkret geht es dabei um folgende Fragen: Unter welchen Umständen nutzen Personen ein Elektrofahrrad zum Pendeln bzw. wie können Menschen zum Umstieg vom Auto aufs (Elektro-)Rad bewegt werden? Wo liegen „optimale“ Einsatzgebiete und an welchen Stellen gibt es sinnvolle Verbesserungsmöglichkeiten, um Berlin (noch) zweiradfreundlicher zu gestalten? Dabei rücken nicht nur „harte“ Faktoren, wie z.B. die Pendeldistanz und die Zweirad-Infrastruktur in den Fokus, vielmehr werden auch persönliche Vorlieben und Interessen sowie die Möglichkeit (monetärer) Anreize in die Untersuchung miteinbezogen.

Die im Projektverlauf gesammelten Daten erlauben genaue Zielgruppenanalysen. Diese bilden die Grundlage für die Ableitung von Handlungsempfehlungen für politische Akteure, dienen aber auch der (Weiter-)Entwicklung von Geschäfts- und Servicemodellen für Unternehmen und anderen Dienstleistern. Hauptbestandteil des Forschungsprojekts ist eine Onlinebefragung aller Projektteilnehmer, in der über den Projektverlauf hinweg die Erfahrungen, Meinungen  und das konkrete Mobilitätsverhalten der Testfahrer gesammelt und ausgewertet werden. Um neben der Teilnehmerseite auch die Sichtweisen anderer Akteure einfließen zu lassen, werden projektbegleitend Experteninterviews mit ansässigen Zweirad-Händlern sowie mit Mobilitätsbeauftragten von beteiligten Unternehmen durchgeführt.

Projektsteckbrief:

Laufzeit:
August 2013 bis November 2015
Gefördert durch:
Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt im Rahmen des von der
Bundesregierung initiierten Internationalen Schaufensters der Elektromobilität Berlin/Brandenburg
Projektträger:
Deutsches Institut für Urbanistik (DIFU)
Weitere Kooperationspartner
innerhalb des Projekts:

Spath + Nagel, Büro für Stadtforschung
team red Deutschland GmbH
Links:
Projektwebsite
Ansprechpartner am ITD:
Dr. Dirk Thomas
Abschlussbericht (Download) E-Bike Pendeln Abschlussbericht (PDF)