Forschung am ITD

Als Hochschulinstitut leistet das ITD zukunftsweisende Forschungsarbeit.


Diese konzentriert sich zum einen auf die grundlagenorientierte Mobilitätsforschung, die Zusammenhänge und Prozesse von Mobilität auf individueller und gesellschaftlicher Ebene untersucht. Darüber hinaus analysieren die Experten mit unterschiedlichen Methoden der Zukunfts- und Trendforschung die weitere Entwicklung der Mobilität. Andererseits betreibt das ITD anwendungsnahe Forschung, die unmittelbaren Eingang in die designerische Entwurfsarbeit findet und im Auftrag der Partner und Kunden zur Erstellung von Mobilitätskonzepten sowie zur Konzeption einzelner Produkte und Systeme führt – immer mit Blick auf eine industrielle Umsetzung. Darüber hinaus bietet das ITD wissenschaftlich gestützte Dienstleistungen an. In den vergangenen Jahren hat das ITD zahlreiche Firmen und Forschungseinrichtungen mit Beratungsleistung sowie in der Ausarbeitung und Umsetzung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte unterstützt.

 


 

Elektromobilität: Querschnittsthema und Kernkompetenz

 

E-Mobility

 

 

Ein zentrales, alle Forschungsbereiche überspannendes Thema des Institutes für Transportation Design (ITD) ist die Elektromobilität. Der Fokus der Arbeit des Institutes liegt dabei auf den gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungsprozessen, der Nutzerakzeptanz, der kulturellen Bedeutung und Symbolik sowie der Rolle von Visionen, Szenarien, Erwartungen und dem Design für die Innovation und die Akzeptanz der Elektromobilität.

Neben theoretischen Überlegungen sammelte das Institut mit dem institutseigenen Elektroauto "HBKar" über mehrere Jahre praktische Erfahrung im Bereich Elektromobilität. Für Partner aus der Automobil- und Energiebranche hat das ITD zudem in den letzten Jahren für das Themenfeld Elektromobilität praxis- und marktnahe Entwürfe realisiert sowie Szenario-, Strategieworkshops und -prozesse durchgeführt. Des Weiteren wurden Studien und Wettbewerbsanalysen erstellt. Zudem war und ist das Thema Elektromobilität Inhalt studentischer Projekte und Abschlussarbeiten.

Das ITD war Teil der soziaIwissenschaftlichen Begleitforschung, die im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie unter der Leitung des Unabhängigen Institutes für Umweltfragen (UfU) durchgeführt wurde. Im Rahmen des so genannten „HyTrust“-Projektes, das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) gefördert wurde, hat das ITD zum einen erforscht, was sich aus der Innovationsgeschichte der „Elektrizität“ für die Etablierung des Energieträgers Wasserstoff lernen lässt. Insbesondere wurde nach der Rolle von Visionen, Bildern und dem Design gefragt. Zum anderen erarbeiteten Designer und Sozialwissenschaftler des Institutes detaillierte Nutzer- und Alltagsszenarien einer zukünftigen „Wasserstoffgesellschaft“.

Das Schwesterprojekt zu "HyTrust" war "E-Trust". Ebenfalls von BMVBS und NOW gefördert, hatte "E-Trust" das Ziel, die gesellschaftliche Wahrnehmung der Elektromobilität durch eine Akteursnetzwerk- und Diskursanalyse auszuwerten. Im Mittelpunkt stand dabei die Betrachtung der heute bestehenden Leitbilder und Zukunftskonzepte der Elektromobilität.

Die Kompetenz im Bereich Elektromobilität bringt das ITD aktuell u. a.  in mehrere öffentlich geförderte Forschungsprojekte ein. Im Rahmen der "Schaufenster Elektromobilität" untersucht das Projekt "eAutarke Zukunft" neue Produkt- und Dienstleistungsansätze für Elektromobilität in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitszusammenhängen. Das ITD übernimmt innerhalb dieses Projekts die sozialwissenschaftliche Begleitforschung.
"Demand Response" untersucht die Frage inwieweit eine zusätzliche Nutzung der Batterien von dezentral verteilten Elektrofahrzeugen einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromversorgungssystems zu leisten vermag. Die sozialwissenschaftliche Forschung des ITD liefert mit ihren Untersuchungen und Analysen wichtige Grundlagen, um hemmende sowie treibende Faktoren bei der Akzeptanz von neuen Geschäftsmodellen und deren Wechselwirkungen herauszuarbeiten und somit Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung solcher Modelle zu schaffen.
"Mobile4E" will berufsbegleitende und zeitnahe Fort- und Weiterbildungsmodule in akademischen Berufen entwickeln, die Qualifikationen für neue Problemstellungen und Themenfelder rund um Elektromobilität bieten werden. Mitarbeiter des ITD erarbeiten Lehrinhalte zum Thema "Mobilitätsdesign und Zukunftsforschung" sowie Konzepte der didaktischen Implementierung dieser Inhalte in das geplante Weiterbildungsmodul "Elektromobilität und Geschäftsmodelle".

Die Erprobung sowie die wissenschaftliche und designerische Begleitung möglicher nutzfahrzeugspezifischer Mobilitätskonzepte im Wirtschaftsverkehr erfolgten im Forschungsprojekt "EMIL". Im Nachfolgeprojekt "Ecargo" werden Akzeptanz und Anforderungen verschiedener Branchen sowohl auf Ebene des Managements wie auf Ebene der Fahrerinnen und Fahrer analysiert.

Neben der automobilen bzw. "vierrädrigen" Elektromobilität nehmen die Forschungsprojekte "Pedelection" und der "Pedelec-Korridor Berlin-Brandenburg" "zweirädrige" Formen der E-Mobilität in den Blick, die in den vergangenen Jahren innerhalb relativ kurzer Zeit eine große Verbreitung erfahren haben. Pedelection erforscht dabei erstmals deutschlandweit und nur bei Personen, die ihr Pedelec selber gekauft haben, wie Pedelecs im Alltag eingesetzt werden, welche Verkehrsmittelwechseleffekte sich einstellen und welche Konsequenzen dies für die tatsächliche Ökobilanz von Pedelecs hat.