Die Bereiche des ITD


Das ITD setzt sich organisatorisch aus drei Bereichen mit unterschiedlichen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten zusammen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Bereiche gehört zum Paradigma des Institutes.

 

Abteilungen

 


Design & Innovation – „Werkzeug und Idee in einem“

Der Arbeitsbereich Design & Innovation (DI) betrachtet das Design als ein Werkzeug zur Ideengenerierung. Inzwischen sehen immer mehr gestaltungsfremde Disziplinen „das Denken wie ein Designer“ als Ansatz zur Lösung komplexer Aufgabenstellungen.  Designdenken wird mehr und mehr Teil des Management-Instrumentariums. Gilt Design seit geraumer Zeit als wesentlicher Wirtschaftsfaktor, so geht es mittlerweile über die ästhetische und funktionale Produktgestaltung hinaus. Das designerische Wissen und das projektorientierte Vorgehen bauen sich durch Methodenerweiterung zu einer Innovationskompetenz aus, die sich immer öfter auch auf Prozesse, Geschäftsmodelle, Organisationsstrukturen oder Leitbilder anwenden lässt.  Design beschäftigt sich in dem Sinne einer nutzzentrierten Sicht, unmittelbar mit den Wechselwirkungen zwischen Artefakten und Menschen vor dem Hintergrund sich ständig wandelnder Bedürfnisse von Nutzern innerhalb der Gesellschaft. Die daraus erwachsenden Anforderungen werden zukünftig mehr nach einer Plattform verlangen, die in der Lage ist, Brückenschläge zwischen kulturellen, technologischen und ökologischen Aspekten auf unterschiedlichsten Gebieten zu schlagen. Durch seine interdisziplinäre Konstellation innerhalb des Institutes für Transportation Design, ist das Design in der Lage, durch Sichtbarmachung von Absichten und Zielen, Interessen zu vereinen und bisherige Bewertungsweisen oder gar Blockaden im Denken zu überwinden. Dabei entsteht ein didaktischer Nutzen für alle Beteiligten. Das Finden einer gemeinsamen Sprache innerhalb von Projektteams trägt wesentlich zum Erfolg von Projekten bei. Sei es für den Auftraggeber, dessen Mitarbeiter oder die jeweilige Nutzergruppe. Der Bereich Design & Innovation setzt sich mit der Anwendung und Adaption unterschiedlicher Designprozesse und –ansätze auseinander und arbeitet an dem Ausbau von Methoden zur Ideengenerierung. Dabei beansprucht es den Begriff der Innovation keinesfalls für sich allein, sondern besitzt einen zuarbeitenden Charakter für den jeweiligen Partner. Die Methoden finden Anwendung in sämtlichen Gestaltprojekten des ITD und sind Bestandteil von Workshops, Diskussionsforen, Kommunikationsformaten und Beratungsangeboten.

 

Design, Konstruktion und Material –„Produktentstehung als transdisziplinärer Prozess“

Der Bereich Design, Konstruktion und Material (DKM) hat als Schwerpunkt den durchgängigen Produktentstehungsprozess, der mit der ersten Produktidee beginnt, Form und Funktion in der Gestaltungs- und Konstruktionsphase gemeinsam betrachtet und die Fertigung und das spätere Recycling mit einbezieht. Durch immer wiederkehrenden Methodenwechsel zwischen Bild und Text, realer und virtueller Modellierung, Experiment und Simulation und der Einbeziehung von Ergebnissen der Zukunftsforschung erreichen die Entwürfe schnell einen hohen Reife- und Innovationsgrad. In diesem multidisziplinären Frontloading-Ansatz hat die Konzeptphase höchste Bedeutung. Die Arbeitsgruppe CAD/CAM unterstützt und ergänzt den Bereich DKM in der Modellierungsphase durch virtuelle und reale Modelle.
Eine wichtige Basis für die disziplinübergreifende Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Theorie des Entwerfens, die die fachspezifisch unterschiedlichen kreativen und routinemäßigen Teilprozesse beschreibt und integriert. Die Entwicklung dieser Theorie der transdisziplinären Zusammenarbeit ist wesentlicher Arbeitsschwerpunkt des Bereiches DKM.

 

„Innovation, Transformation und Akzeptanz zukünftiger Mobilität gestalten“

Der Bereich Innovation, Transformation und Akzeptanz (ITA) verknüpft sozialwissenschaftliche Innovations- und Akzeptanzforschung mit der Frage, wie zukünftige Mobilität gestaltet werden kann. Grundthese ist, dass der Übergang zu einer postfossilen Mobilitätskultur weniger eine Frage der technischen Machbarkeit, als vielmehr des Zusammenwirkens von kulturellen Veränderungen, gesellschaftlicher Innovationsfähigkeit sowie der Akzeptanz individueller Nutzer ist. ITA bündelt die sozialwissenschaftliche Kompetenz des ITD. Der Bereich beschäftigt sich mit den sozialen und kulturellen Prozessen, in welche technische Entwicklungen und Innovationen sowie die Nutzung von Technik eingebunden sind. Neben den Fragen nach Innovationspfaden und -barrieren sowie der Nutzerakzeptanz hat dabei die Rolle des Design und der Gestaltung der Mensch-Maschine Interaktion eine hervorgehobene Bedeutung. Aktueller Schwerpunkt der Arbeit ist das Thema „Elektromobilität“. In diesem Kontext hat ITA Studien zu politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Wettbewerbsanalysen (Automobil- und Energiebranche) sowie Sekundäranalysen (Begleitforschung Elektrofahrzeuge, „Vehicle-to-Grid“) erstellt. Im Rahmen des vom BMWi geförderten „GridSurfer“-Projektes führt ITA die Begleit- und Nutzerakzeptanzforschung durch und entwickelt und gestaltet zusammen mit den Designern des ITD ein Fahrer-Fahrzeug-Interaktionskonzept bzw. die entsprechende Kommunikationsschnittstelle. Die ITD-Bereiche D&I und ITA sind zudem Teil des vom BMVBS geförderten „HyTrust“-Projektverbundes, der sich für die sozialwissenschaftliche Begleitforschung im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ verantwortlich zeigt.