3 Vorträge, 3 Designer, 3 Unternehmen


Am vergangenen Samstag (12.07.) freuten wir uns, im Rahmen der Rundgangsveranstaltung drei Referenten am ITD begrüßen zu dürfen, die sich mit ihren Vorträgen über Design in der Praxis insbesondere an das studentische Publikum gewandt haben.


Jan Vierjahn, Till Muhl und Markus Speck haben selbst bis vor einigen Jahren Industrial Design an der HBK Braunschweig studiert und sind heute als Designer bei Adidas, Solutions und BMW tätig. Sie haben die Gelegenheit genutzt unter dem diesjährigen Motto des Rundgangs „Tage der offenen Tür“, dem Nachwuchs und interessiertem Publikum einen Einblick in die Berufswelt des Designers aus der Perspektive dreier verschiedener Unternehmen zu geben.
So konnten die Zuhörer Interessantes über Produktentwicklungsprozesse im Spannungsfeld zwischen Gestaltungsanspruch und -freiheit und technologischer wie finanzieller Umsetzbarkeit aus drei verschiedenen Blickwinkeln erfahren.

 

Jan Vierjahn (Adidas AG) stellte den Produktentstehungprozess aus der Designperspektive anhand eines Rugbyschuhs für den australischen Markt vor und erklärte sehr anschaulich den Ablauf vom Briefing und ersten Skizzen über Renderings und Prototypen bis hin zum serienreifen Schuh.

 

Till Muhl, Jan Vierjahn - Fotos: ITD

 

Till Muhl (Solutions Branding & Design Companies AG) zeigte am Produktentwicklungsprozess eines Lackiersystems wo im Design Kompromisse eingegangen werden, wenn es Fertigungstechnologie und Kosten zu berücksichtigen gilt und wie es Designern gelingt, durch schlüssige Argumente Hersteller zu überzeugen.

 

Markus Speck (BMW Group Design) veranschaulichte beeindruckend am Beispiel des BMW Vision Efficient Dynamics, wie in kurzer Zeit dank eines gut funktionierenden Teams aus einer Idee ein Showcar entstehen kann und mit welch einfachen Mitteln – in diesem Fall entstanden erste Fahrzeugmodelle aus Papier – Ideen überzeugend kommuniziert werden können.

 

Markus Speck, Auditorium - Fotos: ITD

 

Im Anschluss gab es die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen.
Trotz schweißtreibender Temperaturen jenseits der 30 Grad haben wir uns über die große Anzahl Interessierter gefreut und bedanken uns für die positive Resonanz zu der Veranstaltung.